Naturheilpraxis

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Nicolas Hüppelshäuser, Heilpraktiker

Aktuell

Akupunktur lindert Nebenwirkungen von Krebstherapien, verbessert die Lebensqualität und wird auf Basis klinischer Studien in der integrativen Onkologie eingesetzt. Shiatsu verbessert das Befinden während Chemotherapie. (mehr)

Akupunktur

Als eine der Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich die Akupunktur vor über 2000 Jahren in China entwickelt. Sie verbreitete sich früh im asiatischen Raum und wurde zu einem festen Bestandteil der Medizin in Japan.

Japanische Akupunktur — Toyohari

Wie in China wurde auch in Japan die Akupunktur über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt. Hier führte der Einfluss blinder Akupunkteure zu außerordentlich feinen diagnostischen und therapeutischen Techniken. Toyohari vereint diese mit dem Wissen der klassischen Medizintexte der TCM und moderner klinischer Erfahrung.

Eine der Spezialitäten des Toyohari sind die contact needling genannten Akupunkturtechniken, bei denen die Akupunkturnadel nicht durch die Haut dringt. (Erfahren Sie mehr im Abschnitt Japanische und Chinesische Akupunktur im Vergleich)

Einsatz

In den folgenden Gebieten und Krankheiten konnten klinische Studien die Wirksamkeit der Akupunktur bestätigen oder einen positiven Nutzen nahe legen:

Die Akupunktur ist ein abgeschlossenes medizinisches System. Anders als in der westlichen Medizin ist das Ergebnis der Diagnose nicht die Benennung der Krankheit, sondern die Formulierung des Behandlungsansatzes. Da sich die Diagnose aus der Gesamtbetrachtung des Menschen ergibt, kann in nahezu jeder Situation ein Behandlungsansatz gefunden werden. Gerne berate ich Sie hinsichtlich der Erfolgsaussichten einer Behandlung in Ihrem individuellen Fall.

Japanische und Chinesische Akupunktur im Vergleich

In der Akupunktur der TCM wird als Ergebnis der Diagnose eine Punkteverschreibung formuliert. Mit vier bis zehn Nadeln werden die gewählten Punkte gestochen und die Nadeln bleiben 15 bis 30 Minuten liegen, evtl. werden sie in dieser Zeit mehrmals erneut stimuliert um ein de qi Gefühl aufrecht zu erhalten. De qi bedeutet in etwa „Ankunft des Qi” und geht mit Sensationen wie leichtem Druck, dumpfem Schmerz oder ausstrahlender Wärme einher. Möglicherweise findet Moxibustion, das Erwärmen von Akupunkturpunkten mittels glühender Beifußwolle Anwendung. Der Behandlungserfolg wird zu einem späteren Zeitpunkt anhand Veränderungen der Symptomatik, des Zungen- oder Pulsbefundes geprüft.

Die japanische Akupunktur geht anders vor. Am Ende der Diagnostik, bei der die Tastbefunde der Puls-, Leitbahn- und Bauchdiagnose eine wichtige Rolle spielen, werden die gewählten Punkte nacheinander behandelt. Durch die speziellen Techniken und die exakte Lokalisation der Akupunkturpunkte, dauert die Behandlung eines Punktes nur einige Atemzüge. Nach jedem Schritt wird der Erfolg anhand Veränderungen des Tastbefundes geprüft und ggf. die weiteren Schritte angepasst. Nachdem so die Behandlung der „Wurzel” der Erkrankung abgeschlossen ist, folgen häufig weitere Techniken zur Linderung der Symptome, des „Zweiges” der Erkrankung. Hier wird aus dem Reichtum der Techniken der Japanischen und Chinesischen Akupunktur geschöpft: Techniken, die einem Streichen der Körperoberfläche gleichen, Moxibustion, contact needling, klassische Nadeltechniken, Dauernadeln, etc. Doch auch in diesem Schritt wird anhand sofortiger Reaktionen und Veränderungen der Tastbefunde oder Symptome die Wirkung und Anwendung der Techniken kontrolliert.

Auch die Japanische Akupunktur misst dem de qi große Bedeutung bei, allerdings versteht sie hierunter nicht die durch Stimulation der Punkte hervorgerufenen Sensationen, sondern die sofortigen Veränderungen im Körper des Patienten, die insbesondere mithilfe der Pulstastung beobachtet werden können.

So sind die Techniken in aller Regel für den Patienten kaum spürbar und machen die Behandlung zu einer angenehmen und entspannenden Erfahrung des Berührtwerdens.